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Psychotherapie Erwachsene

Psychotherapie für Erwachsene: Schwerpunkt junge Eltern

In der Babyzeit werden nicht nur Kinder behandelt, für Erwachsene besteht auch die Möglichkeit eine separate eigenständige Psychotherapie zu beginnen. Und das nicht nur für Eltern, selbstverständlich behandele ich auch Erwachsene ohne Kinder bzw. verwaiste Eltern.


Eine unübersichtliche, globalisierte Welt stellt eine unübersichtliche Flut an Anforderungen an den heutigen Menschen. Gerade Menschen in Großstädten wie Hamburg sind zudem durch zunehmend instabile Beziehungsmuster im Freundes- und Bekanntenkreis der Gefahr der Vereinsamung ausgesetzt. Ein stabiles Netz an belastbaren, verlässlichen Sozialkontakten wird zunehmend zur Ausnahme. Der Mensch folgt seiner Arbeit, Arbeitsverhältnisse wechseln ständig, der Mensch zieht von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle. Auch im Privatleben ist der ständige Wechsel von Beziehungen somit mittlerweile die Regel und nicht mehr die Ausnahme. 


Vielen Menschen fällt es daher heute schwer, sich den ständig wechselnden Umgebungsbedingungen der heutigen Leistungsgesellschaft so anzupassen, dass sie ihr Leben als erfüllend erleben. Leistung, Perfektionismus, Flexibilität sind heute gefragt. Negative Gefühle wie Trauer, Enttäuschung, Wut und Verzweiflung haben im heutigen Arbeits- und Privatleben keinen Platz mehr, gewünscht ist der rundum glückliche und leistungsfähige Mensch. Dieser existiert jedoch nicht, zu jedem positiven Gefühl gehört immer auch ein negativer Gegenpart. Diese Widersprüche auszuhalten oder zu überwinden ist nicht leicht. 


Folgen dieser permanenten Anpassungen an nicht erfüllbare Ideale sind z.B. Gefühle der Überforderung, Gefühle der Ohnmacht, der Erschöpfung, und die Angst, sich überhaupt auf Beziehungen zu anderen einzulassen. Oder aber auch vermehrte Versuche, den geforderten Idealen doch noch ein Stück besser zu entsprechen. Auch diese Versuche kosten mehr und mehr Kraft.


Der Übergang zur Elternschaft maximiert zudem den herrschenden Druck für Mütter und Väter um ein Vielfaches. Der Alltag verändert sich speziell für Mütter komplett. Der Schlafentzug, der Entscheidungsdruck und das Gefühl, plötzlich rund um die Uhr von einem anderen Wesen gebraucht zu werden, kann zum Gefühl der Überforderung, des Versagens oder der Unzulänglichkeit führen. Denn auch das Kind soll nun den gängigen Erwartungen perfekt entsprechen. Erwartungen, die nicht zu erfüllen sind. 


Viele Mütter sind daher innerlich nicht glücklich nach der Geburt ihres Kindes, sondern unsicher, verzweifelt und einsam, dürfen dies aber nicht nach außen tragen, schließlich müssen sie dankbar sein, ein gesundes Kind zu haben. Und jede mütterliche nach außen kommunizierte Unsicherheit in Erziehungsfragen wird meist sehr dankbar von allen selbsternannten Experten des sozialen Umfeldes als Beweis dafür genommen, dass man als selbsternannter Experte doch wesentlich besser weiß, was das Kind braucht, darf oder sollte, als die Mutter des Kindes.


Andere Mütter haben zudem kein gesundes Kind, sondern ein behindertes, oder ein Schreibaby, oder ein totes Kind, das sie nicht in ihren Armen halten können. Auch diese Mütter finden meist kein verständnisvolles Umfeld, dass ihnen zuhört und für sie da ist, ihnen bei der Bewältigung der Umstände oder Ereignisse hilft. Denn sie entsprechen mit ihren individuellen Problemkonstellationen überhaupt nicht den geforderten Idealen und werde als Belastung wahrgenommen. 


Hier kann Psychotherapie helfen. In der Therapie lernen Sie, mit den Anforderung an Sie besser umzugehen, sich abzugrenzen, besser für sich und Ihre Bedürfnisse zu sorgen. In der Babyzeit wird vorwiegend verhaltenstherapeutisch gearbeitet. Selbstverständlich gehört gerade bei der Behandlung von Müttern und Vätern immer ein umfangreicher Anteil von Biographiearbeit zu einer Psychotherapie, denn durch die Geburt werden oft ungelöste Konflikte, Bilder oder Beziehungsmuster aus der eigenen Herkunftsfamilie reaktiviert, die bearbeitet werden müssen. Hier können junge Eltern bei der Durchführung einer Psychotherapie in der Babyzeit auf ein breites therapeutisches Erfahrungsspektrum in allen Themenbereichen der Eltern- und Familienentwicklung vertrauen.


Das therapeutische Behandlungsprofil der Babyzeit im Erwachsenenalter bezieht sich daher vorwiegend auf die individuelle Psychotherapie von Krisen und Erkrankungen wie:


  • Depression
  • Angst
  • Schlafstörungen
  • Essstörungen
  • Burn-Out


Patienten mit Persönlichkeitsstörungen, Sucht oder Schizophrenie entsprechen nicht meiner therapeutischen Spezialisierung, diese Patientengruppen behandele ich daher leider nicht. Ich empfehle Ihnen aber gerne eine spezialisierte Kollegin oder einen Kollegen.



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Termine:


Bei der terminlichen Ausgestaltung der Sitzungen im Rahmen von Psychotherapie bin ich auf die Lebenssituation meiner Patienten eingestellt. Junge Mütter finden in der Babyzeit spezielle Therapiebedingungen vor, die genau auf ihre Lebenssituation angepasst sind:


  • Säuglinge dürfen grundsätzlich zu Therapiesitzungen mitgebracht werden.
  • In starken Belastungssituationen können einzelne Sitzungen auch als Hausbesuche erfolgen.
  • Im Rahmen der Einzeltherapie psychischer Störungen kann jede 4. Stunde auch als Paartherapie genommen werden. Alle Schwierigkeiten im Rahmen der neuen Elternschaft und der sich verändernden Paarbeziehung können somit auch psychotherapeutisch im Rahmen einer Einzeltherapie bearbeitet werden.
  • Die Sitzungen müssen nicht wöchentlich erfolgen, sondern können auch als Doppelstunden alle 14 Tage oder als akute Krisenintervention mehrfach pro Woche stattfinden.
  • Die Therapiestunden können auch wöchentlich individuell nach Betreuungssituation des Kindes organisiert werden.
  • Wochenend- und Abendtermine möglich.
  • Kurzzeittherapie (25 Stunde), Langzeittherapie  und Krisenintervention möglich.


Zur Psychotherapie eines Elternteils können Säuglinge und auch ältere Kinder zu allen Sitzungen mitgebracht werden. Eine hiervon abweichende Regelung gibt es nur in begründeten Ausnahmefällen, z.B. wenn das Kind bereits in einem Alter ist, in welchem es die Inhalte der Gespräche vollumfänglich erfassen kann und dadurch eine Belastung erfahren würde.


Der Weg in eine psychologische oder psychotherapeutische Praxis ist jedoch noch nicht für jeden selbstverständlich. Es können daher in Einzelfällen die Therapiesitzungen im Stadtgebiet Hamburg auch als Hausbesuche erfolgen, vorwiegend in den Stadtteilen Wandsbek, Winterhude, Alsterdorf, Eppendorf, Eilbek und den Walddörfern. In begründeten Ausnahmefällen auch außerhalb dieses Radius, sprechen Sie mich diesbezüglich gerne an.




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Kosten:


Die Kosten für Psychotherapie werden in der Babyzeit analog nach der für Ärzte und Psychotherapeuten geltenden GOÄ abgerechnet. Über die wesentlichen für Sie relevanten Abrechnungspositionen können Sie sich hier informieren.


Eine Kostenübernahme der gesetzlichen und privaten Krankenkassen ist gegeben. Da diese leider nicht kassenübergreifend einheitlich geregelt ist, sondern verschiedene Wege der Kostenübernahme bestehen, berate ich alle Patienten individuell, welcher Weg der Kostenerstattung in Abhängigkeit der individuellen Vertrags- und Versicherungssituation der geeignete ist.


Gesetzlich und privat Versicherte haben grundsätzlich Anspruch auf Erstattung der Psychotherapiekosten über das Kostenerstattungsverfahren, in den privaten Versicherungen gibt es in der Regel zusätzlich hierzu individuelle Vertragsvereinbarungen zur Kostenübernahme. 

Babyzeit
Praxis für Entwicklungspsychologie
Dipl.-Psych. Julia Preißler | Jarrestrasse 44 | 22303 Hamburg